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Reisen ist eines der spannendsten Erlebnisse für jeden Fotografen. Allein die Idee, mit unserer Kamera neue Orte und Kulturen zu erkunden und Abenteuer zu erleben ist an sich schon aufregend.

Allerdings kann die Vorbereitung auf eine Fotoreise eine gewaltige Aufgabe sein. Das Mitnehmen schwerer Ausrüstung, Erkunden von Standorten und die gesamte Logistik kann uns schnell entmutigen. Und vor allem: es kann über unsere Foto-Erfolge, oder auch Misserfolge bestimmen.

Bei der Vorbereitung auf ein neues Abenteuer heißt es deswegen: die Planung ist der Schlüssel zur erfolgreichen Fotoreise. Das perfekte Beispiel? Im Mai dieses Jahres reiste ich nach Stromboli, um in Kooperation mit La Sirenetta Park Hotel und Stromboli Adventures einen der aktivsten Vulkane Europas zu fotografieren. Da ich zuvor noch nie einen aktiven Vulkan fotografiert hatte (wer hätte das nur gedacht?), war es umso wichtiger einen guten Plan zu haben. Möchtest du erfahren, wie du das Gleiche tun kannst? Begib dich auf eine Reise mit mir und entdecke, wie du dich am Besten auf eine Fotoreise vorbereiten kannst.


Nimm das Wesentliche mit

Eine der wichtigen Entscheidung beim Packen ist, welche Ausrüstung du auf deine Fotoreise mitnimmst. Obwohl es keine endgültige Antwort gibt, sind einige Schlüsselfragen: “Was für eine Art von Reise mache ich?” “Was will ich fotografieren?” und “Wieviel von dieser Ausrüstung muss ich während der gesamten Reise auf meinem Rücken tragen?”

Im Großen und Ganzen bestimmt der Umfang deines Fotoprojekts die Menge und Art der Ausrüstung. Für ein professionelles Projekt gehe ich lieber immer auf Nummer sicher. Im Gegensatz dazu hast du für ein lässiges Fotoabenteuer etwas mehr Spielraum.

Welches Zubehör du mitnimmst hängt auch von der Art der Fotos ab, die du während deiner Reise machen möchtest. Beispielsweise erfordern folgende Reisen eine komplett andere Ausrüstung: eine mehrtägige Landschaftswanderung, ein Höhlentauchausflug, ein Eiskletterabenteuer, eine Wohnmobil-Rundreise, oder ein Hotelaufenthalt. Allgemein bin ich fest davon überzeugt, dass übervorbereitet besser als untervorbereitet ist. Doch du tust dir beim fotografieren einen großen Gefallen, wenn du nur das mitbringt, was du wirklich brauchst (und dein Rücken wird dir später danken). Allerdings gilt auch: du kannst nie genug Batterien, SD-Karten, Ladegeräte oder SSD-Festplatten haben. Deswegen kommen diese unbedingt in die Kameratasche.

Für meine Reise nach Stromboli habe ich meine Ausrüstung für die lange Wanderung auf den Vulkan angepasst. Für mich war es wichtig, eine leichte und dennoch funktionelle Ausrüstung mitzubringen. Um meinen Brennweitenbereich zu erweitern, nahm ich drei Fuji-Zoom-Objektive mit einer Gesamtbrennweite von 10mm-140mm. Für Langzeitbelichtungen des Vulkanausbruchs und der Meereslandschaften von der Insel brachte ich auch mein Reisestativ, eine Reihe von ND-Filtern, einen Intervalometer und einen robusten Rucksack mit Gürtelschnalle mit.

Teste deine Ausrüstung

Eine der wichtigsten Regeln vor jeder Abreise ist es, deine Ausrüstung immer gründlich zu testen. Dadurch kannst du sicherstellen, dass deine Geräte intakt und keine Komponenten defekt sind oder fehlen. 

Wenn du Ausrüstung für eine Reise kaufst oder mietest, achte darauf, dass du diese rechtzeitig leihst. Auf diese Weise kannst Du vor der Reise ein paar Testfotos machen. Vor allem beim Kameraleih ist es  besonders wichtig, dass sie von einem Hersteller stammt, mit dem du schon bisherige Erfahrung hast. Verschiedene Kameras haben unterschiedliche Tastenplatzierungen, Menüdesigns und Funktionen. Das Erlernen eines neuen Systems während einer Reise ist frustrierend. Und noch schlimmer: es kann dazu führen, dass du jegliche Fotomöglichkeiten verpasst.

Bevor ich in das Flugzeug nach Stromboli stieg, hatte ich für meine Langzeitbelichtungen neue ND-Filter von HAIDA gekauft. Das Testen von Filtern mag einigen von Euch im Vergleich zum Kauf einer neuen Kamera überflüssig erscheinen. Dennoch war es wichtig, ihre Funktion bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen, Blenden und Verschlusszeiten zu sehen. Auf diese Weise habe ich sichergestellt, dass es bei Langzeitbelichtungen keine Vignettierung, Farbveränderungen oder Lichtbrechungen gab. 

Recherche ist wichtig

Die Recherche eines Reiseziels vergrößert deine Chancen, mit schönen Fotos wieder heimzufahren. Indem du dir schon vor der Fotoreise schöne Motive aussuchst, kannst du deine täglichen Ausflüge planen und entscheiden, welche Ausrüstung du zur Reise mitbringst. Ein zusätzlicher Bonus: die Entdeckung lokaler Feste, Zeremonien und Feiern, die während deiner Reise stattfinden. Einige Quellen, die ich zur Recherche verwende, sind:

  • Dokumentarfilme

  • Reiseführer

  • Online-Recherche (Google Bildsuche, Google Earth)

  • Reiseforen

  • Lokale Reiseleiter

  • Social Media

Das Recherchieren eines Fotoreiseziels hilft dir auch dabei, Dich über alle Genehmigungen, Visumsvorschriften, Zugangsbeschränkungen und kulturellen Bräuche zu informieren. Für meine Reise nach Stromboli entdeckte ich zum Beispiel, dass ich den Krater des Vulkans nur mit einem professionellen Reiseleiter betreten durfte. Deshalb habe ich mit Stromboli Adventures zusammengearbeitet, um den Vulkan sicher (und legal!) zu besteigen.

Entdecke die versteckten Ecken

Bei aller Planung einer Fotoreise ist leicht zu vergessen, dass die Entdeckung eines Reiseziels oft zu den besten Fotos führen kann. Dies war während meines Aufenthalts im La Sirenetta Park Hotel auch der Fall.

Die weißen Suiten am schwarzen Sandstrand bieten neugierigen Fotografen viele wunderschöne Ecken, wie kleine Gassen, Treppen und Passagen. Vor allem die Architektur des Hotels, die nahgelegenen Sehenswürdigkeiten und die freundliche Kultur machten das Erlebnis für mich unvergesslich. Besonders spannend ist zudem die Aussicht und der Zugang zum Strombolicchio – einer kleinen Insel mit einem Leuchtturm. Moral der Geschichte: Die Vorbereitung ist der Schlüssel zur erfolgreichen Fotoreise, aber das Entdecken am Ort bringt unerwartete Überraschungen.

Also, (beginn Trommelwirbel!) bist du bereit für dein nächstes Fotoabenteuer? Wenn du laut “ja” geschrien hast, schau dir meinen Beitrag über 5 atemberaubende Fotospots im Bayerischen Wald an und pack deinen Koffer!



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